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Presse / Kritiken

Die heimliche Hauptrolle - 22.April 2010
Ein heimlicher Star des Stückes hat keine Sprechrolle: Musiker und Geräuschemacher Rigulf Nemitz untermalt im Spielmannskostüm die Szenen auf vielen Instrumenten simpel, aber exakt auf den Punkt. Ein kostümierter Stimmungserzeuger.

Hannoversche Allgemeine
Eine Reise ins Herz der Töne - 28.September 2011
„Eine Reise ins Herz der Töne“ versprach das Gong-Konzert im Idsteiner Speicher. Der in Karlsruhe lebende Klangkünstler und Musiktherapeut Rigulf Nemitz ermutigte die Besucher, sich auf ein musikalisches Abenteuer für Ohren, Herz, Körper und Seele einzulassen. Im Verlauf der über einstündigen Performance nutzte der Künstler seine dreizehn überwiegend aus China stammenden Gongs sowie ein umfangreiches Sortiment an weiteren Instrumenten, darunter Glöckchen, Steeldrum, eine arabische Rahmentrommel und Klangschalen in unterschiedlichen Größen, für eine kraftvolle und archaische Darbietung.
Erwartungsvolle Stille erfüllte den Raum, als das dreimalige Schellen der Zimbeln erklang. Rigulf Nemitz hatte vor seinen Gongs auf einem Meditationskissen Platz genommen und konzentrierte sich auf das Konzert. Er bekundete: „Ich betrachte mich als Diener und Dirigent der Zhonglines“, wie er liebevoll das Ensemble der Gongs vorstellte. Seine geradezu innige Hinwendung zu den Instrumenten konnte man im Verlauf des Konzerts deutlich spüren Er bearbeitete die Klangkörper mit Klöppeln in unterschiedlichen Größen, strich mit Besen darüber, nahm Stäbchen und seine Handflächen zu Hilfe, um den Gongs von zwanzig Zentimetern bis hin zu 1,10 Metern Durchmesser ein breites Spektrum an unterschiedlichen Töne zu entlocken.
Während des Spielens organisierte sich der Künstler immer wieder neu innerhalb des aufgebauten Arrangements. Beginnend mit einer Kombination von Tönen der Kuppelgongs und diversen Klangschalen steigerte sich die Dramatik der Darbietung, je weiter Rigulf Nemitz sich auf der Kissenspur am Boden in das Innere seines Aufbaus hineinarbeitete. So ähnelten die charaktervollen Töne des größten Gongs, der „Erde“, einem deutschen Gong mit beulenartiger aussehender Oberfläche, einem Gewittergrollen. Den Effekt von abklingendem Regen erzielte der Künstler mit Hilfe einer Melodie auf einem Daumenklavier. Beeindruckend waren auch die Klänge, die er der Steeldrum entlockte, während er parallel dazu mit seiner linken Hand eine Querflöte umfasste und spielte.
Die wellenartig heranströmenden Klänge boten allen Besuchern den Raum, ihren eigenen Phantasien und Visionen nachzuhängen. Die trocken klingenden Töne der arabischen Rahmentrommel erinnerte an den Marsch einer Karawane in der Wüste, voluminöse Klänge lockten üppigere Bilder hervor. Überraschend im Verlauf des Spannungsbogens dann der Abschluss: Wie der zusammenfassende Abspann eines bewegenden Kinofilms wirkte Nemitzs Improvisation auf einer nordamerikanischen Holzflöte. Dann erklangen erneut die hellen Töne der Zimbeln und holten die Besucher in eine stille Gegenwart zurück, in denen für einen Moment noch die ergreifenden Töne nachhallten.
                                         Wiesbadener Tagblatt
Elementare Klangerlebnisse - 22.April 2010
Ein Gong-Konzert in der Jakobikirche. Das klingt nach heiliger Andacht und erhabener Versenkung. Doch etwaigem spirituellen Leistungsdruck beugt der Hildesheimer Klangkünstler Rigulf Nemitz mit heiteren Anweisungen vor. Es gehe weniger um Musik, als um “elementare Klangerlebnisse” - und falls amnche  dieser Elemente unnagenehm werden, könne  man sich ja einfach die Ohren zuhalten. Wer gehen will, soll das leise tun, und schnarchen bitte nur im Rhythmus...
Nemitz beginnt die Klangreise mit dem hellen, klaren Klang tibetanischer Zimbeln. Die Ohren öffnen sich. Alles Hörbare wird zum Ereignis. Die ersten schließen die Augen. Andere wackeln noch auf dem Stuhl.
Ein beachtliches Arsenal an großen und kleinen Gongs, Trommeln, Klangschalen steht für die Klang-Improvisationen zur Verfügung. Der Dumpfe Glockenklang thailändischer Buckelgongs wiegt rhythmisch in innere Welten. Dazu fernes, grollendes Rauschen chinesischer Paläste.
Tatsächlich geht es nicht um Virtuosität oder esotherischen Persönlichkeitskult. Es geht um Begegnung mit dem Klang. Nemitz nimmt sich lächelnd zurück, wird fast zum Diener des alten Meisters Klang. Der beginnt zu wirken. Tiefer zu den großen Gongs. Berührt mit gewaltigen Filzschlägeln. Die Kirch ist angefüllt von Rauschen, Wummern und hohem Zischeln. Die Kombination der Klänge erzeugt tiefen Puls und orchestrale Harmonie. Man spürt die Vibrationen im eigenen Körper. Bilder des Tages, Bilder der Seele kommen hoch. Man spürt, wie die tiefen Klänge müdes Vertrauen schaffen, in das man sich fallen lässt. Oder andersherum: helle Aufmerksamkeit bei den Ministrantenglöckchen.
Nemitz setzt bisweilen sehr scharfe Kontraste zwischen tiefer Fülle und spitzer Kargheit. Der mächtige Erd-Gong wird von leichter Querflöte abgelöst. Die spielt er einhändig weiter, während er sich selbst auf der Steeldrum begleitet.
Völlig klar, dass allerlei religiöse Anklänge auftauchen. Aus indischer Meditation, Zen-Wachsamkeit, schamanischer Beschwörung. Doch es bleibt bei Anklängen, die ohne tiefere Meditation auch netwas lange werden können. Keine “Schule” wird bedient, es bleibt bei Begegnungen mit dem Klang. Man wird nicht auf spirituelles Glatteis geführt. Sondern hin zu sich selber. Es bleibt ein Konzert. Mit Höhen und Tiefen. Und mit dankbarem Applaus an dessen Ende.

Hildesheimer Allgemeine Zeitung
	

Jede Menge Klang - 22.April 2010
Jede Menge Klang: Neben der Freitreppe zum höher gelegenen Garten thront Klangmeister Rigulf Nemitz über dem Amphitheater. Das Shakespearsche "Ich wollt' ich könnt' den Trommler sehen..." bleibt kein frommer Wunsch: Nemitz lehrt mittels Trommelwerk, Klangschalen und Dudelsack das Eiland das Klingen. Dem Sturmtosen schenkt er dramatisches Donnern, den Prügelszenen das Knirschen der Knochen, dem Luftgeist Ariel (federleicht: Heiko Büter) ein flirrendes Querflötenthema. Und Prosperos Sklaven Caliban (schön gollumhaft: Marco Mehring) taucht er in einen Rhythmusorkan, zu dem der wilde Mann einen unerwarteten Auftritt als Rapper hinlegt.

“Die Welt”, 26. Juli 2008
Klangkonzert auf Schloß Freudenberg - 22.April 2010
Der Multiinstrumentalist Rigulf Nemitz spielte - oft mit geschlossenen Augen - unter anderem eine Vielzahl von Gongs, diverse Klangschalen und Flöten, Daiko, Steeldrum sowie ein kotoartiges Hybridinstrument. Eröffnet wurde der Reigen aber durch die fragil wirkenden Töne zweier Fingercymbals. Die Hauptrolle im Konzert spielten zweifelsfrei die Gongs, denen er in teils experimenteller Spielweise die unterschiedlichsten Klänge entlockte, die von zartem Pianissimo bis zu donnerndem Fortissimo reichten und so manchen der Anwesenden etwas erschreckten. Rigulf zelebrierte eine regelrechte Dramaturgie der Dynamik, die mich derart in ihren Bann zog, dass ich mehrmals tranceartige Zustände erlebte. Eine vergleichbare Wirkung hatte bisher nur Musik sogenannter klassischer Komponisten (vor allem "Vishnu" von Alan Hovhaness) und ein Konzert der Band IONA auf mich gehabt. Zeitweilig spielte Rigulf mehrere Instrumente simultan, z. B. Flöte und Steeldrum, die kein karibisches, sondern asiatisches Flair versprühte, oder Flöte und Gongs, so dass auch komplexere Klangstrukturen entstanden, worauf es in diesem Kontext aber überhaupt nicht ankam. Vielmehr ließ er manche Töne minutenlang ausklingen und gab damit Gelegenheit den Schwingungen nachzuspüren. Den Schlusspunkt setzten nach ca. 100 Konzertminuten, die wie im Fluge vergingen, wiederum die Fingercymbals. Rigulf wirkte als Meister des guten Tons absolut in seiner Mitte ruhend und brachte wohl sämtliche Zuhörer in Resonanz, denn einen solch frenetischen Applaus hätte ich beim besten Willen nicht erwartet. Auch nach dem Konzert standen einige der Anwesenden noch in Grüppchen zusammen und diskutierten angeregt ihre Klang-Erfahrungen. Meine Begleiterin bemerkte später, dass die fast schon als chronisch zu bezeichnenden Verspannungen in ihrem Nackenbereich deutlich geringer geworden seien - zumindest ein Indiz für die heilende Wirkung von Musik!

Leondra Music
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Am 15.11.2018 ist ZhongLines!
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